wie alles begann
es waren einmal...
sieben junge, heitere und singfreudige männer, die lebten hinter den bergen,
am fusse des säntis und sangen gemeinsam im chor. etwa so könnte unsere
geschichte beginnen, wenn es bloss ein märchen wäre. uns schien es
anfangs auch eher märchenhaft und träumerisch; es ist daraus aber
wirklichkeit geworden.
was machen sechs oder sieben unbedeutende, kleine, hinterwäldlerische appenzeller
am waldfest, an der alpstobete oder am ersten august, um es lustig zu haben
und aufzufallen? singen und zauren (so der appenzellische ausdruck für
unseren jodel). aber immer erst nach dem zweiten schluck „weissen“
und nach einem ausgiebigen jass!
ihr werdet es nicht glauben, doch hört man in unseren landen mehr als nur
jodel und schwyzerörgeli, mehr als hackbretttöne und kuhglockengebimmel. nach etlichen festen, nach vielen jässen und nach einigen wenigen „weissen“
haben sich deshalb ein paar dieser appenzeller entschieden, sich einmal wöchentlich
zu treffen, um gemeinsam musik zu machen. um die vielfalt des appenzellerlandes
zu bereichern, vielleicht auch aus mangel an geld, ein instrument zu kaufen,
haben wir beschlossen, a-cappella zu singen – d.h. wir interpretieren ohne
instrumente lieder aus aller welt.
an einem verregneten novemberabend, anno 2001, das wild schlief schon tief und
fest, traf man sich zum ersten mal, um diese idee zu diskutieren. lange hatte
man davon geschwärmt. jetzt wollte man nägel mit köpfen machen. beim kafi lutz kamen die einen schon mit konkreten liedervorschlägen, die
anderen einfach mit dem grundsatz, zusammen mit freunden schöne lieder
zu singen.
so einfach wie man sich das vorgestellt hatte, war es denn tatsächlich
nicht. so hatte der eine seine freundin dermassen „z’chotz“,
dass er heute abend nicht kommen wollte; der andere musste „omsverrode“
eine fremdsprache lernen und verreisen; und wieder ein anderer traf das obere
c auch beim zehnten mal immer noch nicht. trotz diesen anfänglichen schwierigkeiten,
die einen wollten schon aufgeben, stand man zusammen, wie das appenzeller halt
tun, und kam schritt für schritt, wenn auch langsam, weiter.
seit der gründung gab es dann auch wegen beruflichen entscheidungen minimale,
personale wechsel. die übriggebliebenen sexy, äh sechs männer
nannten sich fortan „apacella“, was anlässlich ihres heimatortes
und des musikgenres durchaus sinn macht.
da nach neun jahren eine wichtige stimme apacella verlassen hat, musste sich apacella ein wenig umformieren und hat drei neue mitglieder aufgenommen. wir haben in zwei brüdern von mäthi und in stefan die nötige verstärkung gefunden.
es macht uns nach wie vor grosse freude zu singen, egal ob an ihrem geburtstag, an
ihrer hochzeit oder an einem anderen freudigen anlass...
benno mock, reto mock, matthias koch, markus koch, lukas koch, marcel inauen, bruno
ebneter und stefan koller
